EMountainbike: Die größten Vorurteile!

Der Downhiller disst den Tourenfahrer. Der Cross-Country-Racer klopft seine Sprüche über Enduristen.

Hier der Artikel dazu:

1. EMountainbiken ist was für faule?

EMTB LEVO Specialized Haibike emountainbike ebike

Chillige Sache, dieses E-MTB, oder?! © Specialized

Wer nimmt sich Unterstützung? Die, die es ohne nirgendwohin schaffen. Wuchtige Körper mit schlaffen Muskeln werden so den Berg hinan geschoben. Oben wird die Hütte anvisiert und die unverdiente Völlerei beginnt. Mit Motor trainiert man doch nichts! Ist das so? Was ist mit denen, die verletzt oder dauerhaft lädiert sind und mit elektrischer Unterstützung endlich wieder aufs Bike steigen können? Und ist das E-MTB nicht vielleicht ein ganz ausgezeichnetes Trainingsgerät für Grundlagenausdauer? Kann man im Gelände nicht sogar eine fordernde E-Einheit inklusive Körperkontrolltraining absolvieren?


2. E-MTB bringt Leute ohne Skills auf den Berg – und dann nicht mehr runter!

HAibike tschugg nduro xduro 9.0 ebike emtb emountainbike
Schaut aus, als ob manch einer gut runterkommt. © Haibike

Da schiebt sie der Motor entspannt hinauf zu Hütte oder Gipfel und dann merken sie, dass das Gerät bergab schiebt wie Hölle. Was tun? Verunfallen, schieben oder Hilfe rufen. Bald gibt’s bei der Bergwacht eine extra E-Bike-Rettungsstaffel! Tatsache? Wie viel E-MTBler hast Du tatsächlich schon am Wegesrand liegen sehen? Hat ein Guido Tschugg keine Skills – oder ist der nur mal wieder die Ausnahme, die die Regel bestätigt?


3. E-MTB ist was für Schotterstraßenfahrer!

HAIBIKE 2017 SDURO AllMtn 7.0 guido tschugg emtb ebike emountainbike
HAIBIKE 2017 SDURO AllMtn 7.0 Guido Tschugg

Am Liebsten hätten sie doch asphaltierte Straßen bis obenhin. Auf Schotter könnte ja der Untergrund auch mal lose werden. Der E-Mountainbiker aber will es fest, solide, problemlos. Tatsache? Dann wäre das doch eigentlich gut, oder? Die mit E bleiben auf den befestigten Wegen und Du eh nur im krassen Off-Road-Gravity-Gelände?! Wie – bergauf fährst Du auch eher auf Schotter? Wieso nicht auf den Trails? Die sind teilweise unmöglich bergauf zu fahren? Was sagst Du hierzu: Vielleicht solltest Du Dich mal auf ein E-MTB setzen, dann klappt’s. In einigen Gebiet wird schon an technischen Uphill-Strecken separat für E-MTBler gebaut. Von der „steilsten Offenbarung“ spricht so manch ein Bike-Pro. Und bergab gehen E-Boliden sowieso in jedem Gelände – wenn man es kann.


4. E-MTB sind schwere Brocken!

Stimmt. 18 kg hat man mindestens unter dem Gesäß. Schieben, hieven, verräumen – das nervt dann schon gewaltig. Aber in welchen Bereichen spielt das Gewicht eine Rolle? Was wenn Leute wie Christoph Malin – Nordketten-Urgestein und Gründer der Vert-Rider in Innsbruck – mit seinem E-MTB sogar zum Bike-Bergsteigen gehen? In der EMTB antwortet er auf die Gewichtsfrage: „Als wir anfingen haben unsere Bikes auch 18 kg gewogen“. Was kommt da noch an Entwicklung und für wen eignet sich was? Herr Jan Talavasek, Entwicklungs-Guru bei Specialized, wird’s uns sagen.


5. E-MTB ist unfassbar teuer.

Gehört dir für unter 15.000 Euro! © Haibike
Gehört dir für unter 15.000 Euro! © Haibike

Du bist ein junger Bike-Fanatiker und würdest gerne noch ein E-MTB in Deine Flotte einreihen? Das Topmodell von Haibike, das Xduro Fullseven Carbon Ultimate mit Shimano XTR Di2 Schaltgruppe, Rahmen, Laufräder, Lenker, Kurbel, Sattelstütze aus Carbon wird’s vielleicht nicht werden. 14.999 Euro müssten da auf der hohen Kante liegen. Aber das Sduro FullNine Fully liegt bei 3.299 Euro. Diese Preis-Range kennen wir doch nur zu gut. Was steckt an Technologie in den E-MTBs, was muss man dafür hinlegen und wer wird sich’s leisten können? Diskussionsthema!


6. Mittendrin geht dir der Saft aus.

Haibike SDURO da geht nicht so schnell der Saft aus
Haibike SDURO da geht nicht so schnell der Saft aus

Da gibt man mal ein wenig Gas, fordert das Gerät in technischen Uphills oder ist auf längerer Tour – und schon schwinden die Akku-Balken. Dann stehst du da mit dem Boliden und kannst dich selbst entsaften! Wann reicht’s welchem Modell? Sind die Berge bald mit E-Tankstellen überzogen? Was ist mit den Energiespeichern mit 500 Wattstunden und was kommt da noch an Rundum-Optimierung? Specialized-Chefentwickler Jan Talavasek kann sich auf viele Fragen freuen!


7. EMountainbiker haben keinen Bezug zur Natur.

 

Die Akkus werden nicht gerade aus Bambus geflochten, E-Tankstellen verschandeln die Landschaft und die E-MTBler wollen einfach durch die Gegend schießen. So sieht’s aus! Oder eben auch so: Naturgenießer, die weg wollen von den leicht zugänglichen Strecken mit Massenbetrieb. Wegepfleger, die mit dem E-MTB tief hinein und weit hinauf kommen. Leute, die das Auto stehen lassen, weil sich mit dem E-MTB die Möglichkeiten vor der Haustür vielfältiger werden.

Quelle: Red Bull

Teile es mit deinen Freunden

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Markus G. (Mittwoch, 21 September 2016 15:22)

    Ich hasse diese ganzen Vorurteile gegenüber eMountainbikes... -.-